
Famos. Nun ist dieses verfluchte Line-Up längst Schnee an der Nase von dem Junkie von gestern... Und doch. Dieses Band.
Der Mann meckert schon ewig, dass es - so seine Worte - "garstig, überflüssig, assig und schmerzhaft" sei, ein Kumpel dagegen hält den Bändchenzustand am Arm für tiptop. Und doch, verdammt, das Hurricane '09 ist nun schon bombastische 5 Monate in den ewigen Jagdgründen versickert. Why do all good things come to an end und so, könnte ich jetzt Nelly-gleich jammern. Aber wozu dieses Klammern an einem blöden Stückchen Stoff? Wieso überhaupt die Finger lecken nach trivialen kleinen Gegenständelchen; nach Fotos, Bechern, Tickets und (meiner Meinung nach katastrophalste Nachtraueranwandlung) schnöden Eventshirts? Das Ding sind doch die - bestenfalls gemeinsamen - Erinnerungen an das schmerzhafte Nachklingen des Katers oder Wassermangels, ans Lächeln der zufriedenen Begleitung, die Tanzeinlage bei Lily, die Grusellichtsshows bei Kraftwerk, die lebensrettende Cola bei Portugal. The Man, das Beatles-Feeling bei den umwerfenden Fleet Foxes, das beschissene Outfit von Katy Perry - eben das Live-Erlebnis per se.
Eigentlich höchste Zeit, loszulassen. Der sinnlosen Angst, nette Erinnerungen zu verlieren, weil man ein verfluchtes lila Bändchen vom Arm trennt, endlich in den Arsch zu treten. Und Platz zu machen für lustige schwarze Bänder und silberne Armreife in Hasenform. Fuck! Farewell, adieu, mein Baby! Wir sehen uns nächstes Jahr wieder. In einer anderen Form, zu einer anderen Zeit.
Wie handhabt ihr die Bändchenfrage? Unbedeutendes Stöffchen oder kleinodeske Trophäe?







