Donnerstag, 12. November 2009

Die Bändchenfrage



Famos. Nun ist dieses verfluchte Line-Up längst Schnee an der Nase von dem Junkie von gestern... Und doch. Dieses Band.

Der Mann meckert schon ewig, dass es - so seine Worte - "garstig, überflüssig, assig und schmerzhaft" sei, ein Kumpel dagegen hält den Bändchenzustand am Arm für tiptop. Und doch, verdammt, das Hurricane '09 ist nun schon bombastische 5 Monate in den ewigen Jagdgründen versickert. Why do all good things come to an end und so, könnte ich jetzt Nelly-gleich jammern. Aber wozu dieses Klammern an einem blöden Stückchen Stoff? Wieso überhaupt die Finger lecken nach trivialen kleinen Gegenständelchen; nach Fotos, Bechern, Tickets und (meiner Meinung nach katastrophalste Nachtraueranwandlung) schnöden Eventshirts? Das Ding sind doch die - bestenfalls gemeinsamen - Erinnerungen an das schmerzhafte Nachklingen des Katers oder Wassermangels, ans Lächeln der zufriedenen Begleitung, die Tanzeinlage bei Lily, die Grusellichtsshows bei Kraftwerk, die lebensrettende Cola bei Portugal. The Man, das Beatles-Feeling bei den umwerfenden Fleet Foxes, das beschissene Outfit von Katy Perry - eben das Live-Erlebnis per se.

Eigentlich höchste Zeit, loszulassen. Der sinnlosen Angst, nette Erinnerungen zu verlieren, weil man ein verfluchtes lila Bändchen vom Arm trennt, endlich in den Arsch zu treten. Und Platz zu machen für lustige schwarze Bänder und silberne Armreife in Hasenform. Fuck! Farewell, adieu, mein Baby! Wir sehen uns nächstes Jahr wieder. In einer anderen Form, zu einer anderen Zeit.

Wie handhabt ihr die Bändchenfrage? Unbedeutendes Stöffchen oder kleinodeske Trophäe?

Dienstag, 10. November 2009

Kitty Kat Kitty Ko Kitty Kat



Die Zeit des wilden Wünschens kuschelt sich besinnlich in die Startlöcher und - BAM! - schon kommt mir die großartige Kitty Kat Clock (habe zuerst cock geschrieben. Haha! Cock!) in den Sinn, die ich so wahnsinnig gern mein Eigen nennen würde. Nicht nur, dass sie mit dem Fuchsschal aus dem vorvorletzten Post ein entzückendes Pärchen abgeben würde. Sie ist überdies auch noch hübsch, passt in mein einrichtungstechnisches Farbmuster (weiß und schwarz - wie lebensfroh ich bin!) und... fuck, ich meine: Ihre Augen und ihr zarter Schweif begnadigen jede verdammte Sekunde mit ihren anmutigen Bewegungen!

Der treue Fuchsschal war übrigens gestern Nacht spurlos verschwunden. Dachte, er hätte sich auf ewig mit dieser anderen Tussi mit dem hübschen DKNY-Mantel aus dem Staub gemacht. Aber er blieb mir, meinem (immerhin nach DKNY schnüffelnden!) attraktiven Schwanenhals (HA!) und dem mottigen Geldbeutel treu. Ich fand ihn bei meiner Heimkehr, heute Nacht, gegen 2, hängend, an einer Statue vorm Haus. Total durchnässt. Muss wohl besoffen gewesen sein, weil die Alte ihn womöglich nicht wollte. Aber ich bin glücklich. Und er trocken und fraulos. Wenn da jetzt noch die Kitty Kat Clock wäre...

Donnerstag, 5. November 2009

He's behind you! He's got swine flu!

Da gibt es nicht nur die Tatsache, dass Mike Skinner rein optisch ein verdammt heißer Kasus zu sein scheint (männliche Stirnfalten sind SO gut) - er kann obendrein sogar singen. Also. Rappen.

The Streets - die eigentlich weltbeste Rapmusiksache, die ich in meinem zugegebenermaßen diesbezüglich recht winzigen Dunstkreis kenne - wurden innerhalb diesen Jahres über 10 Songs schwerer. Und ich hab's nicht mal gemerkt. Grund: Die Veröffentlichung lief schnörkel- und kostenlos über Twitter ab. Mike habe, so heißt es, keinen Bock mehr, seine Musik an den Mann zu bringen. Mache zu viel Mühe. Wie finden wir das? Klar: [Bohlen AN] Meyyyga geil! [Bohlen AUS].

Dass ich alles mal wieder völlig ab vom Schuss wahrnehme und die einzige Download-Möglichkeit aller Songs, welche ich gefunden habe, längst gelöscht und damit wiederum noch nicht mal die Hälfte der Songs von mir gehört wurde, war ja ohne Zweifel klar. Aber immerhin war ich letztes Jahr, rund um diese Zeit, auf der "Everything is Borrowed"-Tour vom drolligen Mike. Und das wirkt noch bis heute nach. Erste Reihe. Und er Oberkörper nackt. Hach! Aber Schluss mit den Mädchenmorgenblütenträumen.

Neben dem bewährten Alten also der britische, rappige Beitrag zur Schweinegrippen-Epidemie. Rap und Trompeten hielt ich übrigens mal für unmachbar. The Streets wussten's besser. War ja klar.



(Wer erkennt alle Zombie-Streifen?)

El sueño de la razón produce monstruos


Da sueño sowohl "Schlaf" als auch "Traum" bedeuten kann, hat man das Werk in unterschiedlichster Weise gedeutet: sind die im Hintergrund des über seinem Zeichentisch zusammengesunkenen Künstlers aufsteigenden "Ungeheuer" Produkte einer gestalterischen Tätigkeit des Traums oder entstehen sie, wenn die Vernunft nicht "wacht", sondern stillgelegt ist? Dementsprechend: Werden hier Vernunft und Aufklärung affirmiert oder kritisiert?
(Wikipedia)

Lieber blöd, aber grinsend durch's Leben wackeln? Oder doch herzlich enttäuscht von allem Shice abwenden? Schon über den Dingen stehen und die Ironie hinter allem hinter 'nem zynischem Schmunzeln wiederfinden? Oder eben nicht alles, aber vieles begreifen. Die Welt drehen lassen - und trotzdem alle lieb haben. Watt sagste?

Montag, 2. November 2009

Künstlichkeit, verwoben mit dem Drang,

Konstruktives, Kreatives, Defensives zu

Kreieren ist so fern von

Großer Kunst,

Von

Echter Kunst,

Nicht jeder Hinz, nicht jeder Kunz

Kann Kunst

Karge Kreationen

An Kunst

Und Klamauk ernten meine

Miss-Gunst

Kreier' was Wahres,

Um die Kultur

Krieg ich

Schiss sunst

Sonntag, 1. November 2009

8 things you should get from your friends.


Moleskine & Starbucks-Thermobecher (also known as Studentenset), Schuhe aus Irland, selbstgebasteltes Backbuch, Fake Fur Mütze, Fuchsschal, fitziges, aber verdammt attraktives Fädchenkleid und - last but not least - ganz ganz ganz viel Herz.

Samstag, 31. Oktober 2009

I'd rather dance than talk with you



Ach Kinder. Ich wünsche euch einen wunderbaren Reformationstag. Glibberiges Halloween. Sunny Saturday. Oder eben [insert überflüssige, aber saulustige Feierlichkeit here].

Ich werde jetzt meine russische FakeFur-Mütze überziehen, türkischen Honig zwischen die Kiemen schieben, etliche Vampirgebisse aus Gummizucker herrichten und mich gegen Abend im Kreis der Liebsten mit Papierschlangen bewerfen lassen. Wie oben ersichtlich, trage ich heute die Krone. I'm the real birthday queen, grrrls. Und heute Abend erwarte ich, dass ihr alle tanzt. Ich widme jedem von euch einen Hüftschwung. Und einen Sektanstoßer. Promise, ppl.

Make coffee, not war. Wir sind doch keine 20 mehr!
s'Od.